Allgemeines

Name

Die „Kolonie“ Schwimmbach liegt am südwestlichen Ende des Landkreises Straubing/Bogen. Der Name Schwimmbach stammt aus dem Germanischen “swinpa”.
Swin heißt stark, geschwind und pa war der Bach.

Warum Kolonie Schwimmbach?

Erwähnt wird der Name Schwimmbach bereits 883. “Graf Engelbert aus dem Geschlecht der Aribonen vertauscht Güter zu Schwimmbach gegen Güter zu Eholfinga sowie Leibeigene”.

Schwimmbach war in früheren Zeiten als tierreiches Wald- und Jagdgebiet bekannt, im Besitz der Wittelsbacher Kurfürsten und bis zum Verkauf um 1807 überwiegend dicht bewaldet.

Nur in der Ortsmitte waren offene Flächen und Felder worauf das Kirchlein und der einzige Hof, damals im Eigentum der Familie Hiergeist, standen. Erbberechtigt war dieser Hof den Grafen von Mengkofen. Schwimmbach als Dorf entstand ab 1807. Die Witwe des Kurfürsten Karl-Theodor verkaufte den Forst Schwimmbach um 90.000 Gulden. Jeder der Käufer sollte 18 Tagwerk erhalten, was zu jener Zeit durchaus eine gute Existenz darstellte. Beim Verkauf hielt sich aber niemand an diese Anordnung und es wurden Flächen von einigen Tagwerk bis zu 81 Tagwerk verkauft. Nachdem das darauf stehende Holz abgeschlagen war, verkauften die meisten der ursprünglichen Käufer die Flächen, zerteilt in kleinere Parzellen, weiter. Daher die „Streusiedlung“ des Ortes, die heute noch besteht.

Die Siedler stammten großteils aus dem heutigen Niederbayern, etliche aus Böhmen, die hier eine neue Heimat fanden. Die Verkäufer vergaßen aber nicht den Bodenzins, (Grundabgaben) den auch sie zu tragen hatten, weiter zu geben. Der ehemalige Waldboden war aber so schlecht, dass die „Colonisten“ den Bodenzins nicht erwirtschaften konnten, was dazu führte, dass viele der Bewohner bitter arm waren und sich ihren Lebensunterhalt hart erkämpfen mussten. Dies wurde erst um 1850 mit dem Erlass der aufgelaufenen Grundabgaben durch die kgl. Regierung besser.

Die “Colonien”, nicht nur Schwimmbach, wurden von den umliegenden Bauerndörfern auch sehr sehr abschätzig behandelt und als Sträflingssiedlungen bezeichnet. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden 2170 Familien in bayernweit 118 Colonien auf einer Grundstücksfläche von 7080 ha angesiedelt. Schwimmbach gehörte zu den größeren Ansiedlungen.
(Zahlen lt. Dr.rer.nat.habil Ulrich Pietrusky)

1813 war nach der Besiedlung ein Bauverbot erlassen worden, dass im Grund bis 1849 bestehen blieb. Es gelang einigen Hofbesitzern durch Zukauf ihre Anwesen zu vergrößern, vor allem als 1825 der Kirchenhof verkauft und größtenteils “vertrümmert” wurde. 1925, als die Fam. Schwarz den Kirchenhof wiederum verkaufte, (damaliger Besitz 156 Tagwerk) löste dies den Tausch von mehreren Hofstellen aus.

Viele der ursprünglichen Hofstellen sind im Laufe der Jahrzehnte durch Tausch, Heirat oder Verkauf verschwunden. Überhaupt wurde in Schwimmbach bis etwa 1930 sehr viel getauscht, gekauft und verkauft (auch kleinste Teilflächen.)

Gegenwart

Heute kann man die landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetriebe in Schwimmbach an einer Hand abzählen und auch diese bestehen nur mehr, weil sie zugepachtet haben. Der größte Hof hat ca. 60 Tagwerk eigenen Grund was in unserer Zeit leider nicht mehr für eine sorgenlose Existenz reicht. Bis auf ganz wenig Ausnahmen stehen heute in Schwimmbach neue Höfe und Häuser. Seit 1978 ist Schwimmbach ein Teil der Großgemeinde Leiblfing, auch Schule und Pfarramt wurden nach Leiblfing verlegt. Die Vereine in Schwimmbach sind sehr rührig und arbeiten in bester Harmonie zusammen. Arbeitsplätze gibt es in Schwimmbach nur wenige. Sehr viele Bewohner verdienen ihren Lebensunterhalt bei den BMW-Werken in Dingolfing. In letzter Zeit wurden durch junge Leute auch einige neue Häuser gebaut.

Nach jahrelangen Planungen konnte 2006 mit dem Kanalbau begonnen werden. Dies war nur durch hohe staatliche Zuschüsse und dem Verständnis der Grundbesitzer, die ausnahmslos auf Entschädigungen verzichtet haben, möglich geworden.

Im Ort haben wir 2 Gasthäuser, wobei das Gasthaus Wurm nur mehr für Veranstaltungen geöffnet hat.

Gasthäuser

Gasthaus Wurm Neues Gasthaus mit Fremdenzimmern, gepflegte Gastlichkeit, Saal für ca. 150 Personen, Kegelbahn

Gasthaus Wurm Neues Gasthaus mit Fremdenzimmern, gepflegte Gastlichkeit, Saal für ca. 150 Personen, Kegelbahn

Gasthaus Holzer, mehrere Fremdenzimmer, großer Festsaal, gemütliche holzbeheizte Gaststube, Wintergarten

Gasthaus Holzer, mehrere Fremdenzimmer, großer Festsaal, gemütliche holzbeheizte Gaststube, Wintergarten

 

 

Zahlen

Schwimmbach hat eine Flächenausdehnung von genau 6.781.834 qm, (laut Vermessungsamt Straubing) der höchste Punkt liegt bei 457 über NN und die Einwohnerzahl beträgt zur Zeit etwa 500 Personen.

Der Ort ist von einigen Bächen durchzogen, sanfte Hügel wechseln mit kleineren Waldflächen, die in den letzten Jahren durch Aufforstung ständig zugenommen haben.

Die Natur ist in Schwimmbach noch intakt, aus über 20 Quellen dringt reines Grundwasser an die Oberfläche, das in den Schwimmbach fließt, der durch den ganzen Ort zieht und bei Leiblfing in die Aitrach mündet. Etwas abseits der Verkehrsadern gelegen haben wir im ganzen Ort eine Ruhe um die uns alle beneiden müssen.

Wer diese Ruhe sucht, gerne wandert, eine herrliche Naturlandschaft mit Blick in den Bay. Wald genießen möchte dem sei eine Rundwanderung um unser schönes Dorf empfohlen. Oft am Waldrand entlang , auf überwiegend ebenen sehr sauberen Straßen findet er in kurzen Abständen gepflegte Ruhebänke.

Wer diese Ruhe sucht, gerne wandert, eine herrliche Naturlandschaft mit Blick in den Bay. Wald genießen möchte dem sei eine Rundwanderung um unser schönes Dorf empfohlen. Oft am Waldrand entlang , auf überwiegend ebenen sehr sauberen Straßen findet er in kurzen Abständen gepflegte Ruhebänke.