Kirchengemeinde

Geschichte der Schwimmbacher Kirche

Apian erwähnt in seiner Ortsgeschichte um 1582 eine Kapelle in Schwimmbach. Als Baujahr nimmt man das Jahr 1508 an, weil beim Erweiterungsbau der Kirche im Jahre 1855 ein Stein aus dem Jahre 1508 gefunden wurde. Dieser Stein wurde in die Südseite des Turmes eingemauert und ist dort noch heute über der Türe des Läuthauses zu sehen.

Ende des 30-jährigen Krieges zündeten die im Schwimmbacher Forst hausenden Schweden die Kapelle an. Erst 1690-91 erfolgte der Neubau. Von der Größe her handelte es sich aber schon mehr um eine Kirche.

Zur Entstehung der Kapelle gibt es eine Sage, die Expositus Brunner in seiner Chronik von 1856 aufgeschrieben hat:

“Einst hatte sich ein Reisender im Schwimmbacher Forst verirrt und dann das Gelübde gemacht, wenn er wieder aus dem Wald fände, daselbst eine Votivtafel aufzustellen. Da er glücklich aus dem Walde kam, so hielt er Wort; und da er zufällig ein hölzernes Bild des hl. Markus erstanden, so stellte er das Bild in einer ausgehöhlten Eiche auf. Da nun viele Andächtige diese Denktafel besuchten und ein aufgestellter Opferstock von den Jagdliebhabern bedeutende Einlagen erhielt, so konnte die Erbauung einer kleinen Kapelle ermöglicht werden…”

Soweit der Originaltext von Expositus Brunner.

1848 wurde Josef Brunner Expositus in Schwimmbach. Jahre vorher schon befasste man sich mit dem Neubau einer Kirche, nun plante man konkret. Der Neubau sollte auf dem Grund des Kirchenbauern Hiergeist entstehen u.z. südlich des heutigen Friedhofes.

18 000 Gulden sollte der Neubau kosten, also nicht finanzierbar. So entschloß man sich, die Westwand abzureissen und die Kirche zu vergrößern. Expositus Brunner und der damalige Ortsvorstand Seeholzer leiteten tatkräftig und Dank hoher Eigenleistungen der Schwimmbacher konnte der Bau ziemlich schnell abgeschlossen werden.

1932 wurde dann unter Leitung von Expositus Hierl und Bürgermeister Ludwig Berleb die Kirche von Grund auf renoviert und nach Westen verlängert. Der hölzerne Eingangsbereich an der Westseite verschwand, und der Eingang wurde auf die Nord- und Südseite verlegt.

Von 1937 bis 1970 war Expositus Pitzl der letzte Priester in Schwimmbach.

1976 wurde das Geläute verändert. Aus vier Glocken wurden drei gemacht und

1993 wurde die Kirche dann innen von Grund auf renoviert. Auch die Deckengemälde wurden erneuert. Von den alten Gemälden wurden leider keine Bilder gemacht.